Archiv für den Monat: September 2014

Hinter den Kulissen: Herausforderung Prequel

Für eine neue Reihe, die demnächst erscheint, soll ich aus überlangem Prolog ein Prequel schreiben. Da ich inzwischen wirklich ungern Fortsetzungen schreibe, weil ich mir damit einfach schwertue, habe ich zunächst gezögert. Inzwischen jedoch hat sich die Idee verselbständigt, und es bilden sich wahllose Möglichkeiten, wie alles angefangen haben könnte.
Im ersten Schritt habe ich die Fakten zusammengetragen. Klingt witzig, sprechen wir doch von einer rein fiktiven Welt bzw. einer realen Welt mit fiktiven Figuren. Obwohl ich schon während des Schreibens des ursprünglichen Projektes eine umfangreiche Datenbank erstellt habe, sind mir beim Lesen der fertigen Geschichten aufgefallen, dass ich Unstimmigkeiten eingebaut habe, die mir, wenn ich wirklich einen „wie alles begann“-Roman schreiben will, spätestens da auf die Füße gefallen wären.
Also begann ich, eine Timeline zu erstellen. Eine grobe Auflistung aller Daten, die ich kenne. Schon bald wurde klar, ich habe zeitliche Abweichungen, die gewisse Szenen unglaubwürdig erscheinen lassen könnten.
TimelineDaher habe ich jeden Fitzel an Information herausgesucht und untereinander in eine Tabelle eingetragen. Anschließend habe ich die Abstände verglichen, die Fehler ausgemerzt und entsprechende Punkte, an denen wichtiges geschieht, markiert.
Als nächstes musste ein Stammbaum her, da viele der Figuren in Verbindung/Verwandtschaft zueinander stehen.

absichtlich unkenntlich gemachte Version

absichtlich unkenntlich gemachte Version

Der nächste Schritt ist eine „Besetzungscouch“, in der alle Figuren unter Verweis auf die Timeline noch einmal aufgeführt werden, wie sie miteinander in Verbindung stehen, ob und wann sie sterben, Kinder bekommen oder weiterexistieren dürfen.
Anschließend habe ich eine Liste der einzelnen Gattungen erstellt, von denen ich zwar genau wusste, was sie sind und tun, aber auch hier gibt es Besonderheiten und Ausnahmen, die sich auf die gesamte Reihe auswirken können.
Jede meiner Figuren ist auf die eine oder andere Art besonders, jede hat Stärken und Schwächen, Makel und Dinge, die nur ihnen eigen sind. Für einen einzelnen Roman gesehen, kann das stringent weitergeführt werden. Bei einem Prequel dagegen, muss die Figur, die sich im Verlauf des eigentlichen Roman entwickelt hat, wieder ihre ursprüngliche Handlungsweise parat halten – und darin konsequent zu bleiben, besteht die Herausforderung.
Für diesen Zweck habe ich eigens eine Kladde erstellt. Das mag umständlich sein, weil man darin blättern muss, aber die einzelnen Punkte noch einmal gesondert ansehen zu können, hat einiges für sich. Ich merke es vor allem daran, dass ich – jetzt, da die Kladde fast fertig ist – kaum noch erwarten kann, die Pre-NaNoVelle zu schreiben.

Ausschreibung: Tierische Teufel – teuflische Tiere

The one and only ElvisWir wollen sie alle! Schickt uns eure Geschichten über Teufel in Tiergestalt oder Tiere, die wahre Teufel sind. Egal, ob es die Maus ist, die den Zauberer verhext oder der Teufel, der eine Wette verliert und sich in ein Tier verwandelt, Hauptsache, die Kurzgeschichte enthält fantastische Elemente (kein Sci-Fi).
Zusammen mit dem Machandel Verlag suchen Sarah König und ich nach tierisch-teuflisch guten Geschichten, von denen bislang niemand etwas gehört hat. Ob skurril, romantisch, düster, dramatisch, märchenhaft oder bitterböse – wir sind für alles offen.

Bedingungen:

  • Wir suchen Kurzgeschichten mit einer maximalen Länge von 25.000 Zeichen (Normseite, inklusive Leerzeichen laut Word-Zählung). Kürzere Geschichten bevorzugt.
  • Jeder Autor darf nur einen Text einreichen.
  • Es dürfen nur unveröffentlichte Texte eingereicht werden.
  • Der eingesandte Beitrag muss selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen.
  • Erotische oder Gewalt verherrlichende Texte werden ohne Angabe von Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Pseudonym-Wünsche bitte möglichst bei Einreichung angeben.
  • Bitte reicht eine Kurz-Vita (max. 5 Zeilen) ein.
  • Die Einsendungen müssen in einheitlicher Rechtschreibung verfasst (alte oder neue) und als .doc (MS Word) oder .rtf (Rich Text Format) gespeichert sein.
  • Formatierungen sind nur dann zulässig, wenn es sich um Kursivschrift handelt. Seitenzahlen sind ausdrücklich erbeten!
  • Die Einsendungen müssen den Realnamen und die Adresse sowie Telefonnummer des Autors im Dokument enthalten.
  • Die Einsendung wird manuell zeitnah per E-Mail bestätigt.

Eure Geschichten reicht ihr bitte ausschließlich elektronisch ein:
tierischeteufel@web.de
Die Gewinner werden bis 15.06.2015 informiert – diejenigen, deren Geschichten nicht angenommen werden, erhalten eine Sammel-Absage per E-Mail.

Honorar:

Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung in der Anthologie sind kostenlos. Auch sonst entstehen keinerlei Verpflichtungen. Es wird für jedes verkaufte Buch ein Gesamthonorar von 5 % vom Verkaufspreis ausgezahlt. Dieses Honorar wird nach einem Seitenschlüssel auf alle veröffentlichten Autoren aufgeteilt.
Des Weiteren erhält jeder angenommene Autor ein Freiexemplar und kann weitere Exemplare der Anthologie zum Autorenrabatt erwerben (30% Rabatt auf den Einkaufspreis).
Der Autor ist weder zur Abnahme von Büchern noch zur Vermarktung verpflichtet.

Informationen zur Ausschreibung findet ihr auf der Verlagshomepage, hier und auf Sarahs Blog sowie auf der eigens für diese Ausschreibung erstellten Facebook-Seite . Natürlich halten wir euch auch via Twitter auf dem Laufenden (@TzNycra und @Nuya85, #tierischeteufel). Fragen zur Ausschreibung bitte an die Herausgeber direkt oder über tierischeteufel@web.de – nicht an den Verlag!

Die Ausschreibung läuft bis zum 15.03.2015 (Sonntag). Alle eingereichten Texte, die nach 00:00 Uhr, also am 16.03.2015 eintreffen, werden nicht berücksichtigt! Eine Benachrichtigung hierüber erfolgt nicht! Voraussichtlicher Veröffentlichungszeitraum ist Herbst 2015/Frühjahr 2016 (Änderungen vorbehalten). Das genaue Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Rechtliches:

Mit Einreichung seiner Geschichte erklärt sich der Teilnehmer mit den Bedingungen dieser Ausschreibung in allen Punkten einverstanden. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Kriterium für eine Veröffentlichung ist die Qualität des Textes. Bei zu geringer Anzahl qualitativ annehmbarer Einsendungen, behalten wir uns vor, die Anthologie nicht herauszubringen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Einsendern viel Erfolg!

Freud und Leid: Ich bin keine Agentur!

Erfolg schafft Neider. Das stimmt. Aber Erfolg, egal wie minimal er sein mag, schafft noch mehr. Er lockt jene aus ihren Löchern, die gerne einen kleinen Happen abhaben möchten, und sei es nur, indem man ihnen ein Vorstellungsgespräch verschafft. Vitamin B sozusagen. Wobei Vorstellungsgespräch trifft es da noch nicht einmal. Aber der Reihe nach, ich will euch ja nicht verwirren, sondern all jenen da draußen, die meinen, ich müsse unbedingt ihr Buch lesen und einem der Verlage, für die ich schreibe, weiterempfehlen, sagen: Ich bin keine Agentur!
Ich bin Autorin. Ob nun erfolgreich oder nicht, sei dahingestellt. Mein Name ist momentan noch nicht so bekannt, wie ich es mir wünschen würde, aber offenbar kennen ihn all diejenigen, die ich nicht unbedingt kennen möchte.
Es fing eigentlich ganz harmlos an. Eine alte Bekannte besuchte mich und fragte: Hey, du hast doch früher so viel geschrieben, machst du das heute noch? Ich bejahte und teilte ihr mit, dass inzwischen zwei Bücher und eine Anthologie sowie ein paar einzelne Kurzgeschichten veröffentlicht wurden. Die Bekannte war sofort Feuer und Flamme, sie wolle das Buch unbedingt haben. Okay, dachte ich mir, bei so viel Enthusiasmus von jemandem, der eigentlich dafür bekannt war, lesen zu hassen, werde ich einfach hellhörig. Dennoch nahm ich eines der letzten Exemplare des ersten Bandes und reichte es ihr, damit sie den Klappentext lesen konnte. Ich will ja niemandem mein Buch aufdrängen, noch herrscht in unserem Land ja Meinungs- und Entscheidungsfreiheit.
Wie erwartet landete das Buch unbesehen auf dem Tisch und meine Bekannte starrte mich entzückt an. Lange bevor sie den Mund öffnete, ahnte ich schon, was folgen würde, wartete aber geduldig mit der vagen Hoffnung, dass sie vielleicht einfach von mir persönlich hören wollte, worum es im Roman ging. (Jaja, ich weiß, Hoffnung ist so ein lästiges Ding, es lässt sich irgendwie nicht ausmerzen.)
Nur einen Schluck Kaffee später starb die Hoffnung einen ihrer vielen Heldentode: Meine Bekannte habe einen Freund der so toll schriebe, ob ich nicht …
Ich verneinte, zugegeben, ohne sie aussprechen zu lassen. Trotzdem blieb ich ruhig. Ehrlich! Ich ließ mir nicht anmerken, dass mich das Verhalten störte. Für den Moment schien es auch, als akzeptiere sie die Antwort. Doch im weiteren Verlauf unserer Unterhaltung fielen dann immer wieder seltsame Kommentare, die ich nicht zuordnen konnte. Also fragte ich nach. (Kleiner Tipp: Fragt niemals nach, ihr bereut es. Versprochen!)
Ein wenig schnippischer im Tonfall bekam ich zur Antwort, sie dürfe nicht darüber sprechen. Immerhin ginge es dabei um Urheberrechte. (Öh, ja klar, hätte ich ja selbst drauf kommen können.)
Schließlich rückte sie mit der Sprache raus, der Roman sei ja schließlich von ihrem Freund und der möchte nicht, dass Details bekannt würden, ehe das Buch erschienen ist. Ihr Gesicht wurde ein wenig länger, als ich daraufhin zuckersüß fragte, ob es denn schon einen Vertrag gäbe, dann könne ich mir das Buch ja vormerken und ggf. später kaufen und selbst nachlesen.
Ihr könnt euch die Antwort sicher denken. Es gab keinen Verlag, nur ein ominöses Manuskript, dass ich doch bitte lesen möge, um dann eine glühende Empfehlung an den Verlag, bei dem ich unter Vertrag bin, zu schicken.
Behutsam, ich wollte ihre Gefühle nicht noch mehr verletzen, versuchte ich ihr zu erklären, dass es dazu nie kommen würde, weil ich keine Zeit habe, anderer Leute Manuskripte zu lesen, schon gar nicht, wenn ich diese „Autoren“ nicht einmal persönlich kenne oder überhaupt weiß, worum es im Manuskript geht.
Ja, ich bin Betaleser für befreundete Autoren. Ja, ich lese auch auf Korrekturen und wenn mir die Bücher gefallen, schlage ich den besagten Personen vor, sie sollen sich mal bei einem Verlag bewerben. Aber: Ich vermittele keine Manuskripte. Ich bin keine Agentur.
Keine Chance. Das Buch sei ein Beststeller. Die großen Verlage würden sich darum reißen. Warum, so ich, es dann noch keinen Verlag hätte? Tja, es mangele halt an Vitamin B und nur deshalb hätte ja auch ich überhaupt einen Vertrag bekommen.
Zugegeben, bei solchen Behauptungen knirschte meine Hutschnur ganz gewaltig. Ich erklärte meiner Bekannten, dass ich selbst „nur“ Kleinstverlagsautorin bin und mir meinen vermeintlichen Erfolg mühsam erarbeitet habe. Niemand half mir dabei. Die Klinken, die ich putzen musste, waren zahlreich. Außerdem teilte ich ihr mit, dass bei Kleinverlagen keine Millionenbeträge zu erwarten seien. Da müsse man schon realistisch bleiben. Auch, dass es generell schwierig sei, als Neuling bei großen Verlagen unterzukommen ohne Verlagsagentur, die sich den Vermittlungsservice im Übrigen bezahlen lassen.  (Okay, ich gebe es zu: Ich ließ durchblicken, dass ich ebenfalls etwas vom Kuchen abhaben will, sollte sie nicht langsam Ruhe geben.)
Bis dahin knirschte die Bekannte zwar mit den Zähnen, versuchte es aber stetig weiter. (Ihr kennt doch Mücken, die ständig um einen herumfliegen? Das Gefühl ist ähnlich!)
Also beschloss ich härtere Bandagen aufzuziehen und beschwor den Moment meines  Untergangs herbei, indem ich sagte, dass nicht jeder, der schreiben kann, auch schreiben kann.
Die Raumtemperatur sank bei dieser Aussage gen Gefrierpunkt, und während ich mich schon nach einem wärmenden Pullover umblickte, bechloss die Bekannte, das es Zeit wäre zu gehen. Ein paar Floskeln, ein lockeres Versprächen das Gnaze „irgendwann wieder zu wiederholen“, während gleichzeitig im Tonfall mitschwang: Du hast es geschafft und gönnst niemand anderem einen Erfolg. (Ja, klar. Ich bin ein Egomane auf zwei Beinen.)
Obschon ich die Bekannte so schnell nicht mehr wiedersehen werde, fand ich ihr Verhalten so unmöglich, dass ich beschloss ihr künftig weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Mit Erfolg.
Bis mich kürzlich der Nächste ansprach: Du, ich habe da einen Nachbarn, der schreibt. Könntest du nicht mal …?
Auf der einen Seite schmeichelt es meinem Ego natürlich, dass diese Leute denken, ich hätte tatsächlich so viel Einfluss und Erfolg, wenngleich ich „nur“ Kleinstverlagsautorin bin. Auf der anderen Seite fühle ich mich belästigt. Ich habe mich doch auch selbst um alles gekümmert. Habe mir die Finger blutig geschrieben mit Bewerbungen an Agenturen und Verlage. Ich musste mir mit Schnaps und guten Zureden selbst begreiflich machen, dass ich keine J.K. Rowlings bin, sonst würden sich die Verlage ja um mich reißen und nicht umgekehrt. Doch das wollen diese wohlmeinenden Helfer anderer Autoren nicht hören.
Für sie bin ich eine Verräterin an der Sache. Ich müsse kooperieren, damit junge aufstrebende Autoren einen Weg nach ganz oben fänden. Ja, nun, da will ich ja selbst gerne hin.
Mal ehrlich:
Ich vermittele auch keine Freunde in meine Firma, weil ich dann an deren Leistung gemessen werde. Was gleichbedeutend damit ist, dass ich den Kopf hinhalte, baut derjenige Mist. Dazu sage ich: Nein, danke!
Vielen dieser aufstrebenden Autoren ist gar nicht klar, dass man nicht einfach ein Buch schreibt und es wird einem aus der Hand gerissen. Da steckt viel Arbeit dahinter. Und Eigenmarketing! Was, wenn ich eine Leseprobe erhalte, sie gut finde und eine Empfehlung an den Verlag abgebe und dann ist das Buch nicht fertig und wird es auch nie? Oder es floppt? In beiden Fällen wird es immer auf mich zurückfallen und soweit lehne ich mich nicht aus dem Fenster – ganz abgesehen davon, dass ich gar keinen solchen Einfluss auf die Verlage habe, bei denen ich schreibe.
Ich gebe gerne Tipps zu Bewerbungen, Exposés und Anschreiben. Ich sage auch, sofern ich das Genre des Manuskripts kenne, bei welchen Verlagen man es versuchen könnte oder wo es gar nicht passt. All das, solange sich diese Art der Beratung im Rahmen hält und ich keinen stundenlangen Unterricht dafür halten muss.
Aber ich gebe keine Empfehlung an einen Verlag weiter. Punkt. Aus. Ende.
Nicht einmal, wenn mich das Manuskript aus den Socken hauen würde. Ich bin keine Agentur und wäre ich es, tja, Leute, ich sag nur 20-25% Provision. 😛

Hinter den Kulissen: Abstand gewinnen

Dieses Jahr war anstrengend. Nicht, weil ich wie im vergangenen Jahr viel gereist bin, sondern weil mein Schreibpensum extrem hoch war: Fertigstellen eines Romans, Umbauarbeiten an einem anderen, Neuschreiben eines dritten. Dazwischen immer wieder neue Ideen, die gesammelt werden wollten, Kurzgeschichten und und und.
Schon im Juni merkte ich, dass der Akku langsamer lädt als zu Beginn des Jahres und nahm mir fest vor, im Urlaub nichts zu tun, was mit Schreiben zu tun hat. Nun ja, die Renovierungsarbeiten hielten mich tatsächlich ab, aber an zwei Tagen habe ich doch geschrieben und meinen Vorsatz in den Wind geschossen. Dieses „nur noch eine Seite“, „nur noch eine Szene“, „nur noch ein Kapitel“ wurde irgendwann fast zur fixen Idee. Wie eine Süchtige hechtete ich in jeder freien Minute an mein Dokument, um ja weiterzukommen. Zum Schluss ließ ich mir nicht einmal mehr Zeit für Zweifel. Hauptsache, der Roman wird beendet. Darüber habe ich Freundschaften vernachlässigt und den Haushalt schweifen lassen. Typisches Suchtverhalten also. Eindeutig. Gleichzeitig merkte ich aber, dass die Qualität dessen, was ich fabrizierte nicht mehr ganz mir entsprach.
Deshalb zog ich die Reißleine. Außer Bloggen, Lesen und Ideen sammeln ist mir nur Chatten mit weit weg sitzenden Freunden und Telefonieren mit denselben erlaubt.
Zwei Wochen lang.
Ich darf mit Plots jonglieren, sie aber nicht schreiben. Ein total Reset ist der Plan. Zum einen soll er dabei helfen, wieder mit vernünftigem Blick an die Schreibarbeit zu gehen, zum anderen soll es der Erholung dienen, denn meine Schulter hat arg unter dem selbsterzeugten Druck gelitten.
Die Auszeit läuft bereits und endet kommenden Montag. Ich gestehe, ich gehe auf dem Zahnfleisch. Meine Finger jucken, wollen die Ideen, die sich jetzt fast gegenseitig umrempeln, unbedingt aufschreiben. Ich beiße die Zähne zusammen und bleibe eisern. Nur bloggen, chatten und Ideen sammeln.
Das sollte doch zu schaffen sein.
Bloggen, chatten, Ideen sammeln.
Ich muss es mir nur lange genug selbst sagen, irgendwann werde ich schon ruhiger. Gleichzeitig bemerke ich aber auch die positiven Nebeneffekte. Ich bin ausgeglichener. Die Figuren, die mir durch den Kopf gehen, sind konturierter, nicht mehr verwaschen, der Humor, der zu meiner Schreibe gehört, kehrt langsam zurück.
Es ist schon seltsam, wie ein wenig Abstand das Gehirn anregt. Und auch wenn mir die Zeit des Abstands sehr lange geworden ist, Körper und Geist sagen danke.
Zwei Wochen sind nicht die Welt, aber meine haben sie zum Besseren verändert – und genau deshalb plane ich, solche restriktiv-freien Zeiten in Zukunft regelmäßig ein.

Ich bin’s euer Elvis!

Einer tierisch-guten Morgen Allerseits, ich bin’s euer Elvis!

*guckt sich suchend um* Nanu, so ruhig hier? Sehr schön, das heißt, Helen tummelt sich gerade bei Sarah und die beiden suchen dort nach mir. Ich glaube ja nicht, dass die Mädels mich hier vermuten, aber trotzdem beeile ich mich besser.
Ich bin doch schon so aufgeregt! The one and only ElvisBald, bald, ist es soweit. Uh-hu-hu! Da kommt was Tierisches auf uns zu. Zu dumm, dass ich nix sagen darf. Blöde Helen, blöde Sarah, einem wie mir den Mund zu verbieten. Hmm, ob ich mich einfach mal zu Machandel schleiche und gucke, ob ich da was verraten kann? Wobei, ich hab gehört, Charlotte Erpenbeck soll ja durchaus streng sein. Neee, da fürchte ich mich dann doch. Ich mag es lieber lustig und spannend als gruselig, aber ich glaube, das ist Helen und Sarah egal.

Und der 08.09. ist ja nicht mehr so lange hin. Dann findet ihr bei einem der beiden den Beginn des Count-

Elvis! Ruhig jetzt, du altes Plappermaul! *eine wütende Helen aus dem Off*

Uh-hu-hu … ich verkrümel mich jetzt Leute. Wir lesen uns, versprochen! Macht es gut!
Euer Elvis