Kategorie-Archiv: Allgemeines

Leipziger Buchmesse: Ein Rückblick – Teil 1

LBM_Logo_2015_4CSeit drei Jahren fahre ich regelmäßig nach Leipzig. Zum einen, weil ich mich mit befreundeten Autoren und Verlegern treffen möchte, zum anderen, um zu erfahren, was es Neues in der Verlagswelt gibt, um frische Kontakte zu knüpfen und mein Netzwerken zu vertiefen.
So auch in diesem Jahr war Leipzig ein Ziel, auf das ich schon Wochen, ach was, Monate im Voraus hinfieberte.

Damit es für euch einfacher zu lesen ist, teile ich die Beiträge in mehrere Abschnitte, jeweils an einem Tag, dann kommt ihr auch öfter bei mir vorbei. 😉

Erste Schwierigkeiten

Bereits im Dezember buchte ich für mich ein Ticket nach dem üblichen Schema, Mittwochabend Anreise, Sonntag am frühen Vormittag Rückreise. Dieses Mal jedoch bekam ich einen Dämpfer der positiven Art, denn Ende Januar teilte mir Charlotte Erpenbeck vom Machandel Verlag mit, dass ich am Sonntagmorgen auf der Fantasy-Leseinsel lesen sollte. Na, ein besserer Grund für eine Umbuchung fällt mir jetzt auch nicht wirklich ein. Gesagt, getan.

Als dann der große Tag kam, wollte die Bahn mich dann erst gar nicht mitnehmen. Zugverspätung, sodass der Anschluss weg war und ich bei kalten Temperaturen eine Stunde in Fulda festsaß. Aber schlussendlich kam ich in Leipzig an, wo das Empfangskomitee in Form des Ehemannes meiner lieben Petra Schmidt bereits auf mich wartete. Über den Rest des Mittwochs breite ich jetzt das große Tuch des Schweigens.

Nur so viel: Ich habe mit zwei wunderbaren Autorenfreunden gespeist, gelacht und gequatscht, bis ich am ersten Abend schon fast heiser war. – Und gerade fällt mir auf, dass wir drei gar kein gemeinsames Foto haben. :(

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LoveLetter Convention, 2.-3. Mai 2015 in Berlin

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So auch die Loveletter Convention am 2.-3. Mai 2015.

Bereits zum vierten Mal findet die Veranstaltung in Berlin statt, wie im Vorjahr auf dem Campus der GLS Sprachschule im Bezirk Prenzlauer. Fans und Fachleute können sich wieder ein ganzes Wochenende lang auf Europas Konferenz für Liebesromanleser und -autoren über das beliebteste Buchgenre der Welt austauschen. Es gilt zahlreiche deutsche und internationale Stars der Szene bei Panels, Q&As, Lesungen und vielem mehr hautnah kennenlernen. Wie schon zuvor bildet die große Signierstunde den Abschluss.

Da ich dieses Jahr zum ersten Mal selbst dabei sein werde, freue ich mich schon darauf, meine Fans in natura zu treffen, neue hinzuzugewinnen und interessante Leser und Autorenkolleginnen und –kollegen kennenzulernen.

Ganz besonders freue ich mich darauf meine Verlegerin und Lektorin vom Romance Editon Verlag persönlich zu treffen und natürlich auch auf meine Verlags-Kollegin Bianca Iosivoni. Ich hoffe zudem, dass sich vielleicht die Gelegenheit ergibt Thea Harrison zu begegnen, deren Elder Race-Reihe ich förmlich inhaliert habe.

Soweit ich erfahren haben, gibt es noch Tickets, also, wer von euch kommt auch?

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Buchmesse-Gewinnspiel „Victorian Secrets“

Wie ihr vielleicht gesehen habt, wird es am 13.3.2015 um 15 Uhr ein Meet and Greet mit mir am Machandel Stand (Halle 2, Stand H301) geben. In diesem Zusammenhang veranstalte ich ein exklusives Buchmesse-Gewinnspiel.

Die Gewinne:

1. Preis:
Ein signiertes Exemplar von „Victorian Secrets: Verbotene Sünden“ und für die gemütliche Lesestunde den passenden Becher, einen Notizblock samt Stift sowie eine kleine Überraschung der Autorin dazu!

2. Preis:
Ein signiertes Exemplar von „Victorian Secrets: Verbotene Sünden“ und auch hier darf natürlich der Becher nicht fehlen.

3. Preis:
Ein Notizblock nebst einem Stift im Stile von „Victorian Secrets“.

Na? Sind das keine tollen Preise? Und es ist so einfach, sie zu gewinnen.

Das müsst ihr tun:

  1. Besucht mich beim Meet & Greet am Machandel Stand.
  2. Dort bekommt ihr einen nummerierten Flyer, den ihr gut aufheben müsst.
  3. Bis zum 20. März 2015, 23:59 Uhr postet ihr die darauf befindliche Nummer entweder hier als Kommentar auf diesen Post oder auf Facebook.

Die Auslosung erfolgt mittels Zufallsgenerator. Sofern die gezogenen Nummern nicht hier oder auf Facebook gepostet wurden, gewinnen automatisch jene, die am nächsten dran sind.

Ein dickes Dankeschön geht an Romance Edition, die die beiden Buchexemplare für das Gewinnspiel zur Verfügung gestellt haben.

Hier noch ein paar Details:

~ Teilnahmebedingungen ~

  • Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist. Einen Nachweis zu verlangen, behalte ich mir vor.
  • Pro Haushalt ist nur ein Teilnehmer teilnahmeberechtigt.
  • Der Preis wird per Zufallsgenerator unter allen Teilnehmern verlost, die die vorgenannten Bedingungen erfüllen.
  • Beim Versuch das Gewinnspiel zu manipulieren (Mehrfachteilnahme u.a.) behalte ich mir vor, den Teilnehmer auszuschließen und dauerhaft für Verlosungen zu sperren.
  • Der Preis wird per Post nach Ablauf der Aktion und nach Erhalt der Adresse des Gewinners verschickt. Sollte ein Preis auf dem Postweg verloren gehen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

 ~ Datenschutz ~

Persönliche Daten der Teilnehmer werden nicht veröffentlicht, die Namen der Gewinner werden aber in der Gewinnmeldung auf meiner Website und Facebook veröffentlicht, allerdings werden die Nachnamen abgekürzt (z.B. Manuela M.). Nach Versand des Gewinns werden sämtliche personenbezogenen Daten gelöscht.

~ Im Gewinnfall ~

Die Gewinner müssen sich selbstständig melden, da das Kontaktieren über private Nachrichten auf z.B. Facebook verboten ist. Die Gewinner haben dazu fünf Tage nach Bekanntgabe Zeit, sonst geht der Preis automatisch an den Nächstplatzierten. Sobald ich also die Gewinnnummern bekannt gegeben habe, müsst ihr mir eure Kontaktdaten via PN oder unter hoellenjobfuerdaemon [at] ymail.com zukommen lassen (at durch @ ersetzen und die Leerzeichen löschen) .

~ Disclaimer ~

Veranstalter der Verlosung sind Helen B. Kraft / Bianca Schütz. Facebook oder jede andere Seite, auf der der Beitrag geteilt wurde, haben mit diesem Gewinnspiel nichts zu tun und stehen nicht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

EDIT: Die Gewinner stehen fest. Ob du gewonnen hast, findest du hier: Klick!

 

Hinter den Kulissen: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

In der vergangenen Woche habe ich es geschafft – trotz der Widrigkeiten um Krankheit, Job und Familie – den nächsten Bestien Teil abzuschließen.

Mit 271 Seiten und aktuell 68.167 Wörtern mein wohl bisher kürzester Roman. Gleichwohl war das Projekt nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mein Protagonist stellte sich stellenweise sehr stur an, meinen Vorgaben zu folgen. Muss wohl etwas mit seiner Blutlinie zu tun haben, sein Vater ist auch ein … nennen wir es verharmlosend mal … sturer Bock.

Jedenfalls habe ich es nach viel gutem Zureden, einigen schlaflosen Nächten, weil mir mein Plot drohte flöten zu gehen, und diversen Litern Kaffee doch noch geschafft.

„Cruth“ ist fertig. Damit ist die Reihe der Bestienromane nun endlich insoweit vollständig, dass die Reihenfolge einen Sinn ergibt. Schön blöd von mir, das Pferd von hinten aufzuzäumen, denn dieser Roman stellt ja eigentlich die Einleitung der Reihe dar.

Jedenfalls dürfen sich im Augenblick die Betaleser mit dem künftigen Bestiengott herumärgern, während ich die Gelegenheit nutze, an einer Kurzgeschichte zu arbeiten, in der Cruth ebenfalls eine Rolle spielt. Außerdem wird der Nachfolger, liebevoll genannt „S+K“ nachbearbeitet. Kurz, ich werde die von den Betalesern gemachten Änderungsvorschläge prüfen und ggf. einarbeiten. Danach wandert alles an den Machandel-Verlag, damit die endlich mit der eigentlichen Arbeit beginnen können.

Zwischendurch wird am fünften und letzten Bestien-Band geplottet. Held und Heldin stehen fest, aber ich brauch noch ein paar böse Kniffe und vor allem Steine, die ich den beiden in den Weg werfen kann, aber ich bin zuversichtlich, dass das werden wird. Jedenfalls sollen am Schluss dieses Teils alle offenen Enden verknüpft sein. Schauen wir doch mal, ob mir das gelingt.

Abgesehen von diesem Programm steht endlich die Fertigstellung meiner Dhraden-Reihe auf dem Programm. Auch hier sollen es vier Teile werden, auch hier sind bereits zwei davon fertig. Teil 3, der sich für mich ebenfalls nicht gerade leicht gestaltet hat bisher, steht zu 80% und soll bis Ende März/Mitte April abgeschlossen sein. Danach folgt – sofern nicht noch ein gewisses anders Projekt dazwischen grätscht – der vierte und letzte Dhraden-Teil.

Das alles soll dieses Jahr passieren, neben Leipziger Buchmesse, Loveletter Convention und BuCon. Ach ja, am NaNoWriMo möchte ich auch teilnehmen und … und … mir scheint, ich werde von Jahr zu Jahr größenwahnsinniger. Aber es macht auch Spaß und jetzt, da ich scheinbar endlich meinen Schreibrhythmus gefunden habe, erscheint mir diese Sache auch durchaus machbar. Mal sehen, ob es mir gelingt.

Love Letter Convention 2015

In diesem Jahr werde ich zum ersten Mal als Autorin an der Love Letter Convention teilnehmen. Die Konferenz für Liebesromanleser und -Autoren gilt schon lange als Anlaufstelle für alle Interessierten des romantischen Genres.
Vom 2.-3. Mai 2015 könnt ihr mich also in Berlin auf dem Campus der GLS Sprachschule im Bezirk Prenzlauer Berg finden.
Ich freu mich schon auf euch!

Neuer Roman: “Victorian Secrets 2: Verbotene Träume”

Während „Victorian Secrets 1: Verbotene Sünden“ bereits die Herzen vieler Leser im Sturm erobert, bekomme ich ständig die Frage gestellt, ob es eine Fortsetzung geben wird. Tatsächlich wird es diese geben.

Im Juni 2015 erscheint „Victorian Secrets 2: Verbotene Träume„.

Coverdesign @JDesign

Coverdesign @JDesign

Und darum geht es:

Die Vergangenheit sollte man ruhen lassen Doch neun Jahre später sucht die junge Diebin Royalyn Summer noch immer nach ihrer großen Liebe Tom, der sie vom einen auf den anderen Tag verließ. Als Royalyn einem Mordkomplott auf die Spur kommt, treffen sie einander wieder und die alten Gefühle lodern erneut auf. Heute stehen sie jedoch auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes. Wird ihre Liebe ausreichen, diese Distanz zu überwinden?

Wiederum hat Jacky von Jdesign Cover Art das Cover erstellt, und ich kann es kaum erwarten, das Printexemplar auch in mein Bücherregal stellen zu dürfen.

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2014 – Ein Jahresrückblick

Der Countdown läuft und 2014 ist fast schon vorbei, da wird es natürlich Zeit für einen Jahresrückblick.
Erschreckenderweise ist dieses Jahr viel zu schnell vergangen. Gerade eben habe ich noch mit meiner Verlegerin Charlotte Erpenbeck am Stand auf der Leipziger Buchmesse darüber gesprochen, wie aufgeregt ich doch wegen der Lesung bin, da saß ich schon im Wagen mit meinen Freunden Tanja Rast, Sarah König und Sabrina Želený auf dem Weg zum BuCon. Dazwischen habe ich einen Roman umgeschrieben, zwei Romane veröffentlicht, zwei Romane neu geschrieben und gearbeitet, was das Zeug hält.
Und jetzt ist es fast vorbei. Morgen Abend werde ich das Jahr im Kreise von Freunden ausklingen lassen und frage mich gerade, wie ich das vergangene Jahr einschätzen soll. War es ein gutes, ein schlechtes oder ein durchwachsenes Jahr?
Gesundheitlich war es definitiv ein gutes Jahr. Ich bin von den schlimmsten Erkältungswellen verschont geblieben und selbst mein Umfeld, das schniefend und keuchend durch die Gegend rennt, schaffte es bisher nicht, mich anzustecken *sucht hektisch nach einem Stück Holz, auf dass sie klopfen kann*.
Beruflich war mein Jahr eher durchwachsen. Es gab schöne, aber auch wirklich schreckliche Momente, die mir nahe gegangen sind und die dazu geführt haben, dass mein Blutdruck höher anstieg, als gut für mich ist. Aber das ist jetzt vorbei. Wir machen einen Restart und hoffen einfach, dass 2015 diesbezüglich etwas besser läuft.
Was das Schreiben angeht, war es ein durchwachsenes bis gute Jahr. Ich habe viel geschafft, Dinge erledigt, von denen ich nicht dachte, dass ein Einzelner sie in neben einem Brotjob innerhalb eines Jahres schaffen könnte. Es gab Herausforderungen, die mich an meine Grenzen trieben, aber ich habe es geschafft und darauf bin ich stolz. Meine beiden dieses Jahr veröffentlichten Bücher sind mein ganzer Stolz. Auch der Vertrag für die Bestienreihe, die Veröffentlichung in der Monster-Anthologie und die beiden Lesungen waren toll. Ich durfte feststellen, dass ich stille Fans habe, die sich erst dann zu erkennen geben, wenn sie in einer Rezension wie nebenbei erwähnen, dass sie meine Romane alle gelesen haben. Das hat mir so manches Mal den Tag gerettet – glaubt mir. Auch hielten sich in diesem Jahr die Neider sehr zurück. Keine bösen Emails, keine schlechten, hetzerischen Rezensionen, nur Stille. Auch nicht schlecht.
Zum Thema Freundschaften kann ich sagen, dass 2014 alte Band gefestigt und neue geknüpft hat. Es gibt einige in meinem Bekanntenkreis, die mussten dieses Jahr viel verkraften. Fehlgeburten, schwere Erkrankungen, Todesfälle und was nicht noch alles geschehen ist. Ich denke, auch ihr seid froh, wenn die Uhr auf Null gedreht wird.
Alles in allem kann ich daher sagen, 2014 war ein Jahr, das ich vermutlich nur wegen der tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte und meiner Veröffentlichungen in Erinnerung behalten werde. Besser als nichts, oder?
Mein Wunsch für 2015 sieht daher wie folgt aus: Es möge nicht schlechter, darf aber durchaus besser als in diesem Jahr werden. Meine Gesundheit möge sich weiterhin im Vordergrund halten und meine Fans sollen einfach so bleiben, wie sie sind.

Euch allen wünsche ich ein wunderbares Jahr 2015.

Kommt gut rein, feiert schön und bleibt vor allem gesund. Und jenen, die schon wissen, dass der letzte Wunsch ein frommer ist, wünsche ich, dass ihr ganz schnell gesund werdet, dass noch viele Jahre vor euch liegen, und ihr mit einem schiefen Grinsen auf das vergangene Jahr zurücksehen und euch sagen könnt: „2014 war ein Alptraum, aber er ging vorbei und 2015 wurde ein wunderbares Jahr.“

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NaNoWriMo: Die Bestien sind los!

Die letzten Wochen waren etwas ruhig hier, weil ich mit meinem aktuellen Romanprojekt vollauf beschäftigt war. Obwohl es eigentlich nicht geplant war, habe ich ja doch noch am NaNoWriMo teilgenommen und diesen am 18. November sogar schon gewonnen.

Der Roman war ursprünglich auf 15 Kapitel ausgelegt, sollte maximal 200 Seiten haben und eher Richtung Novelle tendieren. Jetzt bin ich bereits bei Seite 262 und 17 Kapiteln. Es ist nicht einmal so, dass ich ausufere, sondern jede einzelne Sequenz hat tatsächlich ihre Berechtigung, nur hat es mich ein wenig überrascht, wie umfangreich das Projekt doch zu werden scheint. Ich dachte wirklich, dass dieses Prequel nur Novellenformat erreicht und bin positiv überrascht.

Am meisten jedoch freut mich jedoch die Tatsache, dass mir das Setting und die Bestien wirklich liegen. Ich habe keine einzige Stelle, an der ich groß über Fähigkeiten, Aussehen oder Ortschaften nachdenken muss. Es ist alles da.
Sicher, wie in den Vorjahren auch, spare ich nicht an Fiesigkeiten, wenngleich ich mir diese Krone mit anderen wohlbekannten Autorinnen teile, so denke ich doch, dass der diesjährige NaNo wirklich human abläuft. Sofern man von „human“ bei Bestien sprechen kann.

Interessanterweise haben sich ein paar Nebenfiguren eingeschlichen – und das nicht nur mein Lieblingskanzler Barrique – sondern vollkommen neue, andere, die eventuell Potenzial für eigene Geschichten haben und seien diese auch nur kurz.
Eine Figur liegt mir dabei besonders am Herzen: Wister. Sohn einer Sturmbestie. Hach, ich hätte ihm gerne mehr Seiten gegönnt. Aber das geht leider nicht. Daher bekommt ihr von mir nur einen winzigen Auszug.

»Wenn du glaubst, ich stelle meine Treue über meine Gefühle, täuschst du dich, Sturmbestie.« Benna ergriff Wisters Hände und drückte sie so fest, dass er das Gesicht verzog. Seine Menschengestalt schützte ihn nicht davor, zerquetscht zu werden. »Wister, denk an das, was sein könnte, wenn du …«
»Wenn ich Verrat begehe? Nichts könnte dann sein, Benna. Wir wären auf ewig geächtet. Ich muss das tun.«
Diesmal schimmerten Tränen in den Augen der Flussbestie. »Du wirst sterben.«
»Ich werde mein Bestes tun, damit das nicht geschieht.« Er legte eine Hand an ihre Wange, streichelte die ledrige Haut, fuhr mit den Fingerspitzen über die flache Nase, die hohen Wangenknochen und schließlich über den steilen Kiefergrat. Offenbar war Benna für ihn auch in Bestiengestalt das Schönste, das er kannte. Dann trat er einen Schritt zurück und wandte sich entschlossen ab.
»Wister …« Benna streckte einen Arm nach ihm aus, ließ ihn dann allerdings fallen, weil er zu seinem Vater ging.

Kurzgeschichten ist ein anderes Thema, das mich derzeit beschäftigt:

Mitten im Nano überfiel mich – wie ja schon auf Facebook gepostet – hinterrücks eine Kurzgeschichte, die ich parallel schreibe (immer dann, wenn ich den Kopf vom Roman freibekommen muss) und auch diese wird wohl länger als meine üblichen 10-15 Normseiten. Irgendwie mögen es meine Bestien nicht kurz, aber als verständnisvolle Autorin höre ich natürlich geduldig zu und schreibe mit. Alles andere wäre ja auch langweilig. Nicht wahr?

Hinter den Kulissen: Wenn man sich selbst den Weg verrammelt

MauerEs gibt fast nichts Schöneres, als sich an den PC oder Laptop zu setzen, sein Dokument zu öffnen und es flutscht einfach. Ohne nachzudenken, taucht man ein in den Tunnel der Ideen und schreibt, bist die Finger qualmen. Wenn am Ende dann auch ein hervorragender (und vor dem inneren Lektor bestehender) Text herauskommt, umso besser.
Was jedoch, wenn man nach zehn geschriebenen Seiten, einer wunderbar ausgearbeiteten Szene mit tollen Effekten plötzlich feststellt, dass man Murks gebaut hat? Dass man sich selbst in eine Ecke manövriert hat, aus der es ohne fremde Hilfe kein Entkommen gibt?
So geschehen gestern bzw. vorgestern. Ich schrieb ein Kapitel zuende und startete ein neues. Um es zu überarbeiten, nahm ich mir einen Ausdruck mit in den Zug. Der Text war nicht schlecht, eigentlich sogar ganz gut, aber dann traf es mich. Ich hatte einen Weg beschritten, der in einer Sackgasse endete! Meine Figuren haben einen fulminanten Start hingelegt. Es gab viel Blut, eine Tote, einen Schwerverletzten und reichlich Emotionen. Dummerweise ignorierte ich völlig, dass die Tote dadurch zu einem Schlüsselelement werden könnte. Ihr Tod würde unausweichlich einen Krieg nach sich ziehen. Fatal, denn der Roman ist ein Prequel, die eigentliche Geschichte schon erzählt – und darin lebten die Angehörigen der Toten mit den übrigen Figuren in Eintracht … bis zu einem gewissen Punkt, aber das ist ein anderes Thema.
Was tun? sprach Zeus und furzte Blitze. Fragezeichen
Ich bat sogleich meine beiden Freundinnen Tanja Rast und Sarah König um Rat, die mir schon manches Mal den Poppes gerettet haben. Ihre Ideen klangen zwar toll, ließen sich aber entweder nicht mit dem Setting in Einklang bringen, weil die Vorraussetzungen falsch waren, oder es fehlte auch hierfür eine logische Erklärung.
Schweren Herzen wollte ich mich schon abfinden, diese grandiose Szene zu löschen, als mich einer von Zeus Blitzen traf. Ich änderte einfach die Voraussetzungen. Indem ich den Handlungsort verlegte, gelang es mir, jene Optionen zu umgehen, die den Krieg ausgelöst hätten. Eigentlich simpel, aber der Weg dorthin war nicht gerade einfach.

Jetzt bin ich erleichtert. Das Schreckensmonster ist gebannt, aber dennoch fürchte ich, habe ich jetzt das eine oder andere graue Haar mehr.

Hinter den Kulissen: Frischer Wind unter den Flügeln

Autor sein heißt, nicht nur Spaß zu haben. Autor sein heißt auch an sich zu arbeiten. Autor sein heißt, hin und wieder auch die Zähne zusammenzubeißen, sich allen Widrigkeiten zum Trotz durch seinen Plot zu kämpfen, um am Ende ein Buch abzuliefern, dass nicht nur dem Autor selbst, sondern vor allem auch den Lesern gefällt.
Mit dieser Einstellung habe ich fast das gesamte letzte Jahr zugebracht. Es war viel zu tun. Ein Roman musste umgeschrieben werden, ein anderer korrigiert und ein dritter neu geplottet werden. Dazu kamen die noch einem gewissen Verlag versprochenen Novellen, die ich bis spätestens Januar unter Dach und Fach haben wollte.
Schon weit nach Beendigung der zweiten Pflichtarbeit war bei mir die Luft raus. Ich hatte keine Lust mehr auf das, was eigentlich mein liebstes Hobby war: das Schreiben.
Dennoch musste ich mich an die Verträge halten, denn aufschieben ist etwas, das ich nur ungern tue, denn ich weiß, je länger ich zögere, desto schneller läuft die Zeit und am Ende bin ich es, die den Stress hat.
Ironischerweise ist es ausgerechnet ein Fortsetzungsprojekt (meine beiden Bestien-Novellen), dass schon in der letzten Woche geschafft hat, dass ich mit einem breiten Grinsen durch die Gegend renne. Es ist alles wieder da. Die Lust zu schreiben, der Ideenreichtum, die Spannung, die mich erfasst, wenn ich von irgendwoher erfahre, was meine Figuren tun werden. Ich fühle das langvermisste Kribbeln in den Fingerspitzen, das mich nachts im Bett dazu bringt, mit den Fingern zu zucken, als würde ich schreiben. Ich fühle die Gänsehaut, wenn ich mir im Kopf ausmale, was meinen Figuren noch wiederfahren muss, damit die Geschichte rund wird. Eine Idee jagt die nächste und ich weiß, auch wenn es mich wieder Anstrengung kosten wird, die Geschichte aufzuschreiben, sie wird rund.
PunktlandungUnser Gehirn spielt manchmal schon seltsame Streiche, wenn es mir genau jetzt, da ich diesen Motivationsschub benötige, exakt das an die Hand gibt, was ich brauche. So stehe ich jetzt bei einem Skript, das am Ende 44.000 Wörter haben soll, schon weit über 17.000 Wörtern. Als ich gestern eine Pause machte, stoppte ich genau bei diesen 17.000 Wörtern. Ich habe noch zwei Wochen, bis ich die zweite Novelle in Angriff nehmen möchte. Ist das machbar? Absolut. Werde ich Spaß dabei haben? Auf jeden Fall, denn wenn ich jetzt schon in den öffentlichen Verkehrsmitteln grenzdebil vor mich hin grinse, weil ich genau weiß, was mit meinen Figuren passieren soll, dann kann es nur gut enden.
Trotzdem – oder gerade weil – es gerade so gut läuft, werde ich mich dezent zurückhalten. Wenn ich bis Jahresende nicht fertig werde, ist das auch egal. Ich will mir mein momentanes Hochgefühl nicht durch Eigendruck zunichtemachen. Ich werde das Schreiben dieser Novellen genießen. Ich werde meine Bestien quälen. Ich werde wunderbare Sexszenen schreiben und ich werde zufrieden sein, wenn am Ende jeweils genau das da steht: Ende.