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Blogtour und Gewinnspiel: Hexengrippe (Interview mit Annika Dick)

Im Rahmen der Blogtour zu „Hexengrippe“ die bis zum 27. Juni 2014 auf diversen Blogs stattfindet, freut es mich ganz besonders die Autorin Annika Dick interviewen zu dürfen, denn – da oute ich mich gerne – ich bin ein großer Fan ihrer Bücher. Besonders die Reihe um die Hexe Morgana, um die es bei der Blogtour auch geht, hat es mir angetan.Hexengrippe +£bersicht
Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen und zwar:
1.
„Hexengrippe“ als eBook, 1 Metalllesezeichen, signierte Lesezeichen (normal und XL-Lesezeichen), 1 Postkarten-Set, Magnet und Sticker für beide HEX HEX-Teile
2.
„Hexengrippe“ als eBook, signierte Lesezeichen (normal und XL-Lesezeichen), 3 Postkarten, Magnet und Sticker für beide HEX HEX-Teile
3.
„Hexengrippe“ als eBook, signierte Lesezeichen (normal und XL-Lesezeichen), 1 Postkarte, Magnet und Sticker für beide HEX HEX-Teile

Am Ende dieses Interviews findet ihr die Gewinne noch einmal optisch dargestellt sowie die Frage, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Bittet postet die Anwort in den Kommentaren und nicht im Gästebuch.

HBK: Hallo, Annika, oder darf ich Nika sagen? Vielen Dank, dass du mitmachst. Magst du dich vielleicht kurz vorstellen?
AD: Nika ist vollkommen in Ordnung. :)

Mal sehen, was gibt es über mich zu erzählen … ich bin im Februar 1984 in der Nordpfalz geboren und lebe dort noch heute. Meine paar Zimmer teile ich mir mit einer schwarzen Katze und ganz vielen Büchern. Ich liebe Schokolade, die Nacht und das Träumen, bin – leider – überaus ungeduldig (was als Autor eine sehr ungünstige Eigenschaft ist) und auch recht schüchtern.

HBK: Ich bin schon vor einiger Zeit auf dich aufmerksam geworden. Du hast damals an der Lyx Ausschreibung „5 Jahre – 5 Geschichten“ teilgenommen und durftest deine Erzählung über Persephone und Hades veröffentlichen. Danach habe ich „Hex Hex“ zu lesen begonnen und warte derzeit nägelkauend auf Distelmond, den ich bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Bald ist es ja so weit. Magst du ein bisschen über das Buch erzählen?
AD: Darf man als Autor eigentlich sagen, dass man Lieblingsbücher hat, oder ist das, als würde man aus seinen Kindern Lieblinge wählen? Na ja, Distelmond ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsbabys.

Die Geschichte spielt in Schottland, im 19. Jahrhundert, die Hintergründe der Handlung gehen aber noch 200 Jahre weiter zurück, als der Clan der MacDonalds of Glencoe beinahe komplett ausgerottet wurde. Das Massaker von Glencoe ging in die Geschichte ein, hat viele Künstler inspiriert und vor einem solchen Gemälde stand ich 2007 bei meinem ersten Schottlandbesuch. Ich sah das Bild von James Hamilton und wusste, irgendwann muss ich eine Geschichte dazu schreiben. Im September 2011 stellte sich mir dann Andrew MacIan, die männliche Hauptfigur aus Distelmond, vor und verriet mir, dass er die Geschichte hatte, die ich seit vier Jahren schreiben wollte.

Charlotte, eine junge Deutsche, kommt mir ihrer Mutter nach Schottland, nachdem diese den früheren Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes heiratet. Durch ihren Stiefbruder lernt Charlotte Andrew kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Doch Andrews Familie hat unter dem Massaker mehr gelitten, als die Welt ahnt: Die Männer seines Clans verwandeln sich seither bei Vollmond in Wölfe. Zunächst ist Andrew noch überzeugt davon, dass dies kein Hindernis für eine glückliche Zukunft zwischen den beiden darstellt, doch sein rachsüchtiger Vetter sowie Robert Campbell, ein Nachfahre derjenigen, die die MacDonalds damals angriffen, beweisen ihm das Gegenteil.

HBK: Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich im Grunde deine Ideen sind. Ich weiß, dass du dich in den verschiedensten Genres tummelst. Gibt es eines, das du besonders gerne hast oder ist es dir egal, was du gerade schreibst?
AD: Ich glaube, das Phantastische in all seinen Formen wird mir immer besonders am Herzen liegen. Aber es kommt auch viel auf die Stimmung an. Manchmal steht mir einfach der Kopf mehr nach einem realistischen Stoff, manchmal nach etwas Historischem. Das ist aber eher bei der Ideenausarbeitung so. Ich brauche auch ständig eine Idee, an der ich feilen kann, selbst, wenn ich gerade etwas schreibe. So kann ich mich auch da in einem ganz anderen Thema gedanklich austoben, während ich einen Roman schreibe.

HBK: Welches andere Genre, das du noch nicht angefasst hast, würde dich reizen?
AD: Momentan schwirren mir ein paar Ideen für Dystopien durch den Kopf, genauso eine für einen Steampunk-Roman. Beides Genre, von denen ich eigentlich dachte, ich würde die Finger davon lassen, aber wenn einen spontan eine Idee überkommt, oder eine alte Idee sich nach Jahren immer wieder meldet, sollte man sie nicht einfach ignorieren.

HBK: Natürlich darf die Standardfrage nach dem Schreiben nicht fehlen. Wie bist du dazu gekommen?
AD: Ich habe da wohl einen der „klassischen“ Werdegänge hinter mir: Ich bekam von klein auf sehr viel vorgelesen, konnte es nicht erwarten, selbst lesen zu können und irgendwann waren die Geschichten von anderen einfach nicht mehr genug. Bevor ich schreiben konnte, mussten meine Stofftiere als Publikum (und auch als Darsteller) meiner Erzählungen herhalten, sobald ich dann endlich in die Schule kam und schreiben lernte, begann ich damit, meine Geschichten aufzuschreiben. Das blieb aber viele Jahre lang mehr oder minder geheim. Einige Freunde sahen zwar meine Geschichten, spielten auch ihre Rollen darin, aber wirklich nach außen getragen habe ich das nicht. Das begann dann erst 2011, als ich anfing, bei Kurzgeschichtenausschreibungen teilzunehmen.

HBK: Was bedeutet Romane schreiben für dich in maximal drei Sätzen?
AD: Romane zu schreiben heißt Träume und Gedanken in Worte und Bilder zu fassen und ihnen Leben einzuhauchen. Man nimmt ein Stück seines Herzens, seiner Seele und formt daraus Figuren und Geschichten, die einen auf ewig begleiten werden und von denen man hofft, dass sie auch andere in ihr Herz schließen werden.

HBK: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Schreiben seine Zeit braucht. Wie ist es bei dir? Wie teilst du dir deine Schreibzeit ein? Hast du bestimmte Rituale?
AD: Schreibzeit ist für mich hauptsächlich am Wochenende, an Feiertagen und im Urlaub von meinem Brotjob. Sollte jetzt jemand wie einige meiner Bekannten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen, wann ich mich denn dann erhole: Genau dann, wenn ich schreibe. Ich schreibe am liebsten nachts, wenn alles um mich herum still ist, meine Katze schnurrend auf meinem Schoß liegt und die Musik durch die Kopfhörer dröhnt. Ganz wichtig ist dabei, dass ich immer Schokolade griffbereit habe. Ich habe es mal eine Zeit lang ohne versucht – ganz schlechte Idee. [Anm. HBK: Was dich gleich nochmal sympathischer macht 😉 ]

HBK: Hast du nach diesem Pensum überhaupt noch Zeit oder Lust zu lesen?
AD: Die Lust verschwindet auf keinen Fall, die Zeit ist dafür aber leider sehr knapp bemessen. Trotzdem bemühe ich mich, auf wenigstens 1-2 Bücher pro Monat zu kommen. Diese rezensiere ich auch regelmäßig auf lesekatzen.blogspot.de, einem Bücherblog, den ich mit 3 weiteren Mädels führe.

HBK: Man munkelt du backst auch gerne. Gibt es dafür einen besonderen Grund oder entwickelte sich diese Leidenschaft aus der Not heraus, weil du vom Schreiben gefrustet etwas für den süßen Zahn benötigt hast?
AD: Das Backen habe ich wohl genauso von meiner Mutter geerbt, wie die Liebe zu Büchern. Kochen ist für mich meist notwendiges Übel, um nicht zu verhungern, Backen hingegen macht mir wirklich Spaß, vor allem, wenn man das fertige (und meist dekorierte) Ergebnis sieht. Ich scheine es auch ganz gut hinzubekommen, es soll zumindest Leute geben, die ich gern öfter bebacken darf … [Anm. HBK: *hust* Ich habe absolut keine Ahnung von wem sie da sprechen könnte. *hust, hust*]

HBK: Liebe Nika, ich danke dir sehr für dieses interessante Gespräch. Zum Abschluss darfst du noch ein paar Worte an die Leser richten.
AD: Ich danke dir für die Gelegenheit, deine Fragen zu beantworten.

Wie schon gesagt, hofft man als Autor ja immer, dass auch andere die eigenen Figuren und Geschichten ins Herz schließen werden. So hoffe ich auch, dass ich den Lesern durch meine Geschichten ein wenig Abstand vom Alltag bieten kann und ihnen, je nachdem, um welche Geschichte es sich handelt, ein Lächeln aufs Gesicht oder auch mal ein Tränchen in die Augen zaubern kann.

HBK: Also bei mir hat Nika das mit Hex Hex auf jeden Fall schon geschafft. Teil II befindet sich bereits auf meinem Ebook-Reader, so dass es bald losgehen kann. Eine Rezension folgt demnächst.

Die Gewinnspielfrage lautet: Wer musste als Publikum für Nikas erste Schritte herhalten?

Und das gibt es zu gewinnen:Hexengrippe Gewinne

Wenn man da nicht gleich Lust bekommt, mitzumachen, weiß ich auch nicht. Allein die metallenen Lesezeichen sind schon schick!

Weiter geht die Blogtour übrigens bei den Lesekatzen. Hier entlang.