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Ein Abschluss

Vor Kurzem habe ich zwei Kurzgeschichten fertiggestellt und an Machandel geschickt. Es handelt sich um zwei Geschichten aus dem Höllenjob-Universum, die die Zeit bist zum Erscheinen meines nächsten Romans überbrücken sollen – ähnlich wie die Drei Höllenspiele zwischen Höllenjob für einen Dämon und Höllenjob für einen Seraph.
Mein nächstes Projekt bei Machandel handelt ja bekanntlich nicht mehr von Shatan, Evangelina, Lilith, Ravael & Co.. Und obwohl vielleicht der eine oder andere aufschreit, weil es keinen dritten Höllenjob geben wird, muss ich sagen, dass es sich für mich gut anfühlt, mit diesen beiden Kurzgeschichten die Reihe endgültig abzuschließen.
Man sollte nicht zu lange an einer Stelle verweilen, und ich denke, jetzt wird es einfach Zeit, den Dämonen, Engeln und Mächtigen ihre Privatsphäre zurückzugeben.
DSC_0028Shatan wird immer mein Baby bleiben. Mein Erstling, der mir erlaubte, seiner Geschichte durch meine Feder Leben einzuhauchen. Ich habe mit ihm gelacht, gelitten und geweint. Mit Lilith habe ich gekämpft, gelacht und mir oft genug mit der Hand an die Stirn geschlagen.  Jetzt entlasse ich beide in ein autorenfreies Leben. Wer weiß, vielleicht begegnen wir uns hier und da in einem Drabble oder einer Kurzgeschichte wieder, aber ansonsten lasse ich sie in Frieden. Sie haben es sich wahrlich verdient.
Natürlich schwingt auch ein wenig Wehmut mit, wenn ich daran denke, meinen roten Dämon zu verabschieden. Klar, wir haben schließlich viel Zeit miteinander verbracht. Ohne ihn hätte ich viele liebe Fans nicht kennengelernt, hätte niemals mit Isabella Benz über deprimierte Wächterschwerter gesprochen oder einige ganz besondere Menschen kennengelernt, die ich inzwischen Freunde nennen darf.
Shatan werden andere folgen. Ian, zum Beispiel, der nicht minder unter mir leiden musste und seinen Weg zu Romance Edition fand, oder Daemyan, den ich beinahe noch mehr als die anderen Figuren zusammen quälte und der in Form des Bestienromans Shatans Nachfolge bei Machandel antreten wird.

Ich freue mich darauf, mit diesen neuen Figuren einen weiteren Schritt als Autorin zu gehen. Und weil es eventuell die letzten Worte der drei außerhalb der noch ausstehenden Kurzgeschichten ist, lasse ich jetzt Lilith, Ravael und natürlich Shatan noch einmal zu Wort kommen:

Ravael: „Scheint so, als meine sie es ernst.“
Shatan nickt. Seine Schultern hängen ein wenig und der Quastenschwanz, der mit der Spitze auf seinem Schenkel liegt, zuckt nur leicht. „Ich schätze, du hast recht.“
Lilith: „Denkt ihr, sie vergisst uns?“
Shatan: „Niemals! Wie könnte sie einen Dämon wie mich vergessen?“
Ravael mit stolz geschwellter Brust: „Oder einen Erzengel. Ich musste schließlich die Ehre meines Volkes retten, nachdem Gavarel es fast versaut hätte.“
Lilith schmunzelt angesichts so viel männlicher Zurschaustellung von Stolz: „Es wird nicht mehr so wie vorher sein, oder? Kein ständiges über die Schulter blicken, ob sie da ist. Sie wird einfach … fort sein.“
Ravaels Miene wird weich: „Was auch sein Gutes hat. Jetzt muss ich mir nicht mehr länger Gedanken machen, ob sie uns bei … du weißt schon was beobachtet.“
Shatan hebt eine Braue. „Hat sie das?“
Lilith sieht ihn an: „Klar, bei euch nicht?“
Er zuckt die Achseln. „Keine Ahnung, wenn ich mit Lina zusammen bin, interessiert es mich nicht, was um uns herum geschieht.“
Alle drei verfallen in einträchtiges Schweigen. Ein Gefühl des Bedauerns liegt in der Luft.
Schließlich hebt Lilith ihr Glas. „Auf Helen. Sie hat einen ganz guten Job gemacht, finde ich. Wir hätten es schlimmer treffen können. Andere Figuren sterben nämlich bei ihr sehr schnell.
Ravael: „Hört, hört.“
Auch Shatan stimmt zu. Während das Pärchen seine Gläser leert, schaut er ins Leere und murmelt so leise, dass es niemand hören kann: „Leb wohl, meine Freundin. Auch wenn ich oft über dich geschimpft habe, es hat Spaß gemacht. Ich werde dich vermissen. Und falls du jemals nach Hel kommst, wir finden schon ein Plätzchen für dich, an dem es nicht ganz so warm ist.“

Höllenjob für einen Dämon: Hörprobe gefällig?

Es ist etwa eine Woche her, da habe ich eine alte Schulfreundin im Zug getroffen. Sie hat sich als glühender Fan von Shatan und seiner Höllencrew herausgestellt, sich beide Romane gekauft und signieren lassen.
Was an sich schon eine Freude für mich war, wurde von einem spontanen Angebot ihrerseits getoppt. Sie fragte mich, ob sie im Rahmen einer Sprachausbildung eine Stelle aus dem ersten Roman verwenden dürfe, um diesen in einem Tonstudio aufzunehmen.
Da ich schon seit einiger Zeit in Kontakt mit einer Bekannten stehe, die auch als Tonsprecherin arbeitet, um irgendwann vielleicht einmal den Höllenjob als Hörspiel oder Hörbuch herauszubringen (liegt derzeit auf Eis), fand ich die Idee einfach nur wunderbar und sagte deshalb zu.
Hier könnt ihr nun hören, wie Enie Daheim einen Bruchteil einer Szene liest, in der Shatan und Evangelina zum ersten Mal aufeinander treffen. In diesem Teil des Romanes ist Evangelina noch sehr unbedarft und weinerlich und ich finde, gerade diesen Aspekt hat Enie sehr schön eingefangen.
Danke Enie!

Lasst mich doch einfach wissen, wie euch die Aufnahme gefallen hat. Auch Enie würde sich sicher über ein Feedback freuen.