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Blogger schenken Lesefreude 2015

Zum dritten Mal in Folge bin ich bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ mit dabei, weil ich es für eine sinnvolle Sache halte und gerne meine Freude am Lesen mit anderen teilen möchte. Anders als in den Vorjahren werde ich aber nicht nur meine eignen Bücher verschenken. Dazu gibt es später mehr.

Aber was ist „Blogger schenken Lesefreude“ überhaupt? Ich zitiere mal die Organisatoren:

“Blogger schenken Lesefreude” ist eine Gemeinschaftsaktion lesebegeisterter Blogger, die zum Welttag des Buches auf ihren Blogs Lieblings-Bücher verlosen.

Warum machen wir das?

Wir sehen uns als Botschafter in Sachen Lesefreude. Ein Leben ohne Bücher, Hörbücher und eBooks wäre für uns ein trauriges Leben.
Am Welttag des Buches möchten wir unsere Lese-Begeisterung in die Welt hinaustragen und andere damit anstecken. Für uns ist dieser Tag wirklich ein Feiertag! Deswegen verlosen wir am 23. April 2015 auf unseren Blogs Bücher, die uns begeistert haben.
Jeder Blogger organisiert seine Verlosung selbst. “Blogger schenken Lesefreude” stellt nur die Vernetzungs-Plattform zur Verfügung. Wir kümmern uns auch um die Verbreitung der Aktion.

Ihr seht also, es ist eine tolle Aktion, die es verdient, unterstützt zu werden.

Das sind die Gewinne:

Codename Nike“ von Annika Dick (mit Autogramm!)
Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ von Richard David Precht
Höllenjob für einen Seraph“ von mir, natürlich mit Widmung 🙂

Behaltet also diesen Blog im Auge, denn um zu gewinnen, müsst ihr eine wie immer eine Kleinigkeit für mich tun. Die genauen Teilnahmebedingungen gebe ich demnächst hier bekannt.

Ein Abschluss

Vor Kurzem habe ich zwei Kurzgeschichten fertiggestellt und an Machandel geschickt. Es handelt sich um zwei Geschichten aus dem Höllenjob-Universum, die die Zeit bist zum Erscheinen meines nächsten Romans überbrücken sollen – ähnlich wie die Drei Höllenspiele zwischen Höllenjob für einen Dämon und Höllenjob für einen Seraph.
Mein nächstes Projekt bei Machandel handelt ja bekanntlich nicht mehr von Shatan, Evangelina, Lilith, Ravael & Co.. Und obwohl vielleicht der eine oder andere aufschreit, weil es keinen dritten Höllenjob geben wird, muss ich sagen, dass es sich für mich gut anfühlt, mit diesen beiden Kurzgeschichten die Reihe endgültig abzuschließen.
Man sollte nicht zu lange an einer Stelle verweilen, und ich denke, jetzt wird es einfach Zeit, den Dämonen, Engeln und Mächtigen ihre Privatsphäre zurückzugeben.
DSC_0028Shatan wird immer mein Baby bleiben. Mein Erstling, der mir erlaubte, seiner Geschichte durch meine Feder Leben einzuhauchen. Ich habe mit ihm gelacht, gelitten und geweint. Mit Lilith habe ich gekämpft, gelacht und mir oft genug mit der Hand an die Stirn geschlagen.  Jetzt entlasse ich beide in ein autorenfreies Leben. Wer weiß, vielleicht begegnen wir uns hier und da in einem Drabble oder einer Kurzgeschichte wieder, aber ansonsten lasse ich sie in Frieden. Sie haben es sich wahrlich verdient.
Natürlich schwingt auch ein wenig Wehmut mit, wenn ich daran denke, meinen roten Dämon zu verabschieden. Klar, wir haben schließlich viel Zeit miteinander verbracht. Ohne ihn hätte ich viele liebe Fans nicht kennengelernt, hätte niemals mit Isabella Benz über deprimierte Wächterschwerter gesprochen oder einige ganz besondere Menschen kennengelernt, die ich inzwischen Freunde nennen darf.
Shatan werden andere folgen. Ian, zum Beispiel, der nicht minder unter mir leiden musste und seinen Weg zu Romance Edition fand, oder Daemyan, den ich beinahe noch mehr als die anderen Figuren zusammen quälte und der in Form des Bestienromans Shatans Nachfolge bei Machandel antreten wird.

Ich freue mich darauf, mit diesen neuen Figuren einen weiteren Schritt als Autorin zu gehen. Und weil es eventuell die letzten Worte der drei außerhalb der noch ausstehenden Kurzgeschichten ist, lasse ich jetzt Lilith, Ravael und natürlich Shatan noch einmal zu Wort kommen:

Ravael: „Scheint so, als meine sie es ernst.“
Shatan nickt. Seine Schultern hängen ein wenig und der Quastenschwanz, der mit der Spitze auf seinem Schenkel liegt, zuckt nur leicht. „Ich schätze, du hast recht.“
Lilith: „Denkt ihr, sie vergisst uns?“
Shatan: „Niemals! Wie könnte sie einen Dämon wie mich vergessen?“
Ravael mit stolz geschwellter Brust: „Oder einen Erzengel. Ich musste schließlich die Ehre meines Volkes retten, nachdem Gavarel es fast versaut hätte.“
Lilith schmunzelt angesichts so viel männlicher Zurschaustellung von Stolz: „Es wird nicht mehr so wie vorher sein, oder? Kein ständiges über die Schulter blicken, ob sie da ist. Sie wird einfach … fort sein.“
Ravaels Miene wird weich: „Was auch sein Gutes hat. Jetzt muss ich mir nicht mehr länger Gedanken machen, ob sie uns bei … du weißt schon was beobachtet.“
Shatan hebt eine Braue. „Hat sie das?“
Lilith sieht ihn an: „Klar, bei euch nicht?“
Er zuckt die Achseln. „Keine Ahnung, wenn ich mit Lina zusammen bin, interessiert es mich nicht, was um uns herum geschieht.“
Alle drei verfallen in einträchtiges Schweigen. Ein Gefühl des Bedauerns liegt in der Luft.
Schließlich hebt Lilith ihr Glas. „Auf Helen. Sie hat einen ganz guten Job gemacht, finde ich. Wir hätten es schlimmer treffen können. Andere Figuren sterben nämlich bei ihr sehr schnell.
Ravael: „Hört, hört.“
Auch Shatan stimmt zu. Während das Pärchen seine Gläser leert, schaut er ins Leere und murmelt so leise, dass es niemand hören kann: „Leb wohl, meine Freundin. Auch wenn ich oft über dich geschimpft habe, es hat Spaß gemacht. Ich werde dich vermissen. Und falls du jemals nach Hel kommst, wir finden schon ein Plätzchen für dich, an dem es nicht ganz so warm ist.“