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Veröffentlichung: „Victorian Secrets: Verbotene Sünden“ bei Romance Edition

Der Roman „Victorian Secrets: Verbotene Sünden“ hat endlich das Licht der Welt erblickt!

Coverdesign @JDesign

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Klappentext:
Träume lügen nicht

Niemand weiß das besser, als die Traumgängerin und Scotland Visional Yard Agentin Emma St.Claire. Während einer Mordserie in London wird sie auf Sir Ian Connery angesetzt, der in den Fokus der Ermittlungen gerückt ist. Um dessen Schuld zu beweisen, muss sie seine Träume analysieren, und schon bald wird klar, dass der Lord etwas zu verbergen hat. Etwas, das schwerer wiegt, als die Gefühle, die seine Berührungen in ihr wachrufen. Kann Liebe über Vernunft siegen?

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Ich bin schon ganz gespannt auf Eure Meinungen.

 

 

 

 

 

Hinter den Kulissen: Transformation

Wir alle kennen das Märchen vom hässlichen Entlein, dass sich schlussendlich in einen wunderschönen Schwan verwandelt, und sicher wissen die meisten von uns, dass dies auch eine aufs Leben übertragbare Metapher ist, die inzwischen zwar sehr klischeehaft klingt, aber immer noch etwas Wahres in sich birgt.
Ich habe diese Erfahrung am eigenen Leib erlebt. Nein, nicht wirklich, aber mein Projekt. Begonnen hat alles als Thriller. Ein bösartiger Mörder, der sein Unwesen treibt. Ein Held, mit heldenhaften Kräften, der unter Verdacht gerät. Eine Frau, die zeigt, dass Haare auf den Zähnen besser sind als Haare auf den Beinen. Alles zusammen in einen Topf geworfen mit fantastischen Elementen schien es mir das perfekte Zusammenspiel. Nur leider sahen es andere anders. Wie saures Bier bot ich das Manuskript an. Entweder war es „gerade nicht am Zahn der Zeit“, zu „fantasylastig“ oder „mein Gott, Steampunk will heutzutage ja nun wirklich niemand lesen“. Kurzum, ich war gefrustet. Mein Herz hing an diesem Projekt und so stand ich vor der Wahl: einmotten oder selbst veröffentlichen. Für letzteres, das stand relativ schnell fest, habe ich weder die Zeit noch die Mittel und für ersteres tat es mir besonders weh. Aber gut, dachte ich mir, in einer warmen Schublade kann dem Manuskript nichts passieren und irgendwann kommt der Tag, an dem es ein Zuhause findet.
Über eine Freundin bekam ich die Empfehlung zu einem Verlag, der sich auf Romantik spezialisiert hatte. Ich besah mir die Seite, fand, dass der Verlag sich sehr viel Mühe gegeben hat mit Gestaltung und Auswahl des Programms, zudem war ich von den Covern mehr als begeistert. Nach einem kurzen Disput mit einer befreundeten Autorin darüber, ob ich mich bewerben soll oder nicht, tat ich es kurzerhand mit eben jenem Projekt, das mehr Thrill als Love war.
Glaubt mir, das Herz sackte mir in die Hose und tiefer, als schon am nächsten Tag die Bitte kam, doch das Gesamtmanuskript einzureichen. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Die Verlegerin entpuppte sich als liebenswerte Persönlichkeit, die sich auch darauf verstand ein missverstandenes Ego wie das meine zu streicheln und wir versuchten es miteinander.
Zugegeben, einen Thriller in einen Liebesroman zu verwandeln, ist in etwa so einfach wie Atome mit der bloßen Hand zu spalten (he, ich bin nicht Chuck Norris!), aber wir gingen es an. Erst die Lektorin, die mir alles, was nicht in einen Liebesroman gehört, rigoros gestrichen hat, dann ich, die all diese Kommentare, Änderungen und Streichungen erst einmal verdauen musste.
Da waren sie, meine schlimmsten Befürchtungen. Mein geliebtes Manuskript, zerschnippelt, geschunden und am Boden. (Okay, ich bin melodramatisch, aber so hat es sich angefühlt. Isch schwör, ey!) Doch es half ja nichts. Vertrag ist Vertrag, und Helen musste ran.
Ich merkte schnell, dass es nicht ging, erst einmal die „leichten“ Änderungen herauszupicken. Zu viel baute aufeinander auf und bei einigen Dingen hatte ich echt Bauchschmerzen. Trotzdem biss ich mich durch. Meine Freunde und die Betas, die das Urprojekt kannten, mussten sich mein Gejammer anhören, mein Mann durfte die eine oder andere Tränen trocknen. Gut, es kamen noch berufliche Stolpersteine und andere Buchquerelen dazwischen, die mich weiter runterzogen. Aber ich wollte – auch mir selbst – beweisen, dass ich professionell sein kann.
Mit Geduld, sehr viel Geduld, Überzeugungskraft – und noch mehr Geduld schubste mich die Lektorin, wann immer ich mich wie ein bockiges Kleinkind verhielt. Mit Erfolg. Ich kam voran. Schritt für Schritt und meinem Ziel immer näher.
Nach dieser Etappe dann kam der Moment zu prüfen, was ich da jetzt aus den Anmerkungen gemacht hatte. Bereinigt und auf den Ebookreader geschoben, fing ich an zu lesen und … wurde überrascht.
Mein hässliches Entlein war zu einem wunderschönen Schwan geworden. Nicht mehr ganz das, was ich ursprünglich für ihn geplant hatte, aber immer noch ein sehr guter Roman.
Allein dafür muss ich schon der Lektorin dankbar sein, wenn ich es für die Chance nicht ohnehin schon wäre.
Es folgt jetzt noch ein kurzer Beta-Durchgang und ein weiteres Lektorat, das hoffentlich nicht mehr ganz so umfangreich sein wird und der Rest ist danach Lesersache.
Bis Dezember ist es noch eine Weile hin, aber ich hoffe, das Buch kommt an – als so schwere Geburt hat es das auf jeden Fall verdient.